Futtermitteldeklaration

Was steht da auf der Futterverpackung?

Bei der Art der Deklaration kann sich der Hersteller zwischen 3 Möglichkeiten entscheiden!

Ein Hersteller, der hochwertiges Futter produziert, hat nichts zu verbergen und wird gerne alle Zutaten die in seinem Futter enthalten sind genau auflisten. Schließlich ist das ein Qualitätsmerkmal mit dem er werben kann, warum sollte er also auf diese Möglichkeit verzichten!

Was denkst du?
Wird das auch ein Hersteller tun, der ein eher minderwertiges Futter herstellt? Sicher nicht, denn er möchte möglichst wenig davon preis geben, was tatsächlich in seinem Futter steckt, oder in diesem Fall besser gesagt, was eben nicht drin steckt.

Die 3 Arten der Futtermitteldeklaration

Die 3 Arten der Futtermitteldeklaration

Geschlossene Deklaration 

Die geschlossene Deklaration gibt lediglich die Futtermittelgruppen an.

  • Fleisch & tierische Nebenerzeugnisse
  • Getreide & pflanzliche Nebenerzeugnisse
  • Gemüse (welches Gemüse bleibt ein Geheimnis)
  • pflanzliche Nebenerzeugnisse

Das kann dann z. B. so aussehen:
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% Huhn), Getreide, Gemüse (u.a. 4% Karotte), pflanzliche Nebenerzeugnisse, Öle und Fette, Mineralstoffe.

Bei der geschlossenen Deklaration kannst du also nicht erkennen, was genau im Futter steckt. Fragt man bei einem Hersteller nach, so wird meist damit argumentiert, dass die Rezeptur ein Geheimnis ist. Dieses Geheimnis kann für deinen Hund oder deine Katze aber dann zum Problem werden, wenn es z. B. an einer Futtermittelallergie leidet.

Hier ein Beispiel für dich:
Nehmen wir einmal an, dein Liebling verträgt die Fleischsorte Huhn. Natürlich kaufst du dann ein Futter, auf dem Huhn steht. Wusstest du aber, dass lediglich mindestens 4% Huhn in diesem Futter enthalten sein müssen, um das Futter unter der Bezeichnung Huhn verkaufen zu dürfen?
4%! Der Rest kann alles mögliche sein.

Mein Rat:
Futter mit einer solchen geschlossenen Deklaration solltest du besser im Regal stehen lassen, denn du kannst es nicht auf seine Ausgewogenheit und Zusammensetzung hin überprüfen bzw. bewerten.


Halboffene Deklaration

Die halboffene Deklaration gibt alle Bestandteile an, die das Futter enthält.

Das kann dann z. B. so aussehen:
65% Huhn (Muskelfleisch, Herz, Leber), 20% Hühnerbrühe, 15% Gemüse und Obst (Kartoffel, Zucchini, Karotte, Apfel), Lebertran, Eierschalenmehl, 0,4% Löwenzahn, Seealge.

Das liest sich schon viel besser, oder? Leider wissen wir immer noch nicht, welchen Mengenanteil das Muskelfleisch, das Herz und die Leber innerhalb dieser 65% Huhn ausmachen. Das gleiche Problem haben wir auch in der Gruppe von Gemüse und Obst.

Du kannst jetzt zwar lesen, was im Futter enthalten ist, aber du kannst nicht beurteilen, ob die Zusammensetzung ausgewogen ist.


Offene Deklaration

Die offene Deklaration sagt uns genau, was und wieviel von welcher Futterkomponente im Futter ist. Wir finden hier also eine detaillierte Zutatenliste.

Das kann dann z. B. so aussehen:
Ente 50% (Brustfleisch 80%, Herzen 5%, Hälse 5%, Karkasse 5%, Leber 5%), Karotte 10%

Die offene Deklaration ermöglicht es dir, ein Futter genau beurteilen zu können, so kannst du prima entscheiden, ob es aufgrund seiner Zusammenstellung geeignet ist oder nicht!

Hier findest du die Grafik zur Aufteilung einer BARF-Ration

Kurz für dich zusammengefasst

Kurz für dich zusammengefasst

Die geschlossene Deklaration sagt dir nichts über die Zusammensetzung des Futters aus. Du weißt weder was genau, noch wieviel wovon in diesem Futter vorhanden ist. Würdest du etwas essen wollen, ohne zu wissen was du da eigentlich isst?

Wenn dein Tier an einer Futtermittelallergie leidet, dann kaufe am besten ein Futter, welches offen deklariert ist. Nur so kannst du entscheiden ob es in Frage kommt oder nicht.

Achte auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Futters. Es hilft dir nichts, wenn ein Futter zwar offen deklariert ist, aber die einzelnen Futterbestandteile nicht im richtigen Verhältnis darin enthalten sind.


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Beratung: Fertigfutter

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