Ernährung Hund

Ist der Hund ein Fleischfresser?

Das der Hund vom Wolf abstand ist eigentlich jedem bekannt. Die Domestikation, also die Gewöhnung an den Menschen, liegt über 15.000 Jahre zurück. In Anbetracht an eine Zehnmillionen Jahre dauernde Evolution ist das lediglich ein Wimpernschlag.

Das Aussehen mag sich in dieser Zeit tatsächlich, zu dem des Wolfes, verändert haben, die physiologischen Eigenschaften, ganz besonders die des Verdauungstraktes, allerdings nicht. Der Hund ist also nach wie vor ein Karnivore, also ein Fleischfresser. Diesen Begriff muss ich hier allerdings etwas näher erläutern, denn Fleischfresser bedeutet nicht einfach Fleisch zu fressen, sondern Beutetiere zu fressen!

Ein Beutetier liefert mehr als nur Eiweiß und Fett!

Ein Beutetier liefert mehr als nur Eiweiß und Fett!

Ein Beutetier liefert sämtliche lebensnotwendigen Nährstoffe:

  • Aus dem Skelett bezieht er Kalzium
  • Blut liefert im Natrium
  • Aus den Organen, insbesondere Leber und Niere, bezieht er fettlösliche Vitamine und Spurenelemente
  • Die wasserlöslichen Vitamine bekommt er aus dem Darm und Darminhalt
  • Essenzielle Fettsäuren aus dem Körperfett des Beutetieres
  • und die faserigen Pflanzenteile aus dem Darminhalt der Beute dienen für einen gut funktionierenden Darm und der Darmpflege

Ist der Hund ein reiner Karnivore?

Ist der Hund ein reiner Karnivore?

Da Hunde  auch Gräser, Früchte, Wurzeln und Blätter fressen, müssen wir den Hund korrekterweise als Karni-Omnivoren bezeichnen. Denn der Verdauungstrakt und der Stoffwechsel von Hunden ist in einem gewissen Maße dazu in der Lage auch nicht tierische Futterbestandbestandteile wie Kohlenhydrate zu verwerten bzw. zu tolerieren.

Das können die obligaten Karnivoren, also reinen Karnivoren, wie sie die Katze ist, nicht!

Aus dieser Tatsache über die Verdauungsvorgänge von Hunden nun zu schließen, er könne mit großen Mengen Kohlenhydraten, oder gar ausschließlich mit Kohlenhydraten ernährt werden, wäre ein fataler Fehler.

Eine Toleranz bedeutet nämlich nicht, dass es sich um eine optimale Art der Ernährung handelt. Toleranz bedeutet lediglich, dass eine gewisse Kompensation möglich ist.

Ein Beispiel für dich!

Ein Beispiel für dich!

Wir Menschen können Alkohol in einem gewissen Maße verstoffwechseln bzw. kompensieren, deshalb ist es für uns aber keineswegs gut, wenn wir dies regelmäßig tun! Erkennst du in diesem Beispiel, worauf ich hinaus möchte?

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